Retten wir den Olivaer Platz!

Bürgerinitiative Olivaer Platz e.V. 



Am 23.4.2015 fand die öffentliche BVV-Sitzung statt, auf der auch ein geringer Teil unserer Fragen mehr oder weniger beantwortet wurden. Für mehr reichte die Zeit nicht. Essenz war jedoch eine Bemerkung von Herrn Bausstadtrat Schulte, dass man am Runden Tisch zu Kompromissen bereit sein wird. "Nicht jedoch, was den Parkplatz betrifft. Dazu wird es keinen Kompromiss geben!"

Alle nicht mündlich beantworteten Fragen werden nun schriftlich beantwortet.


An dieser Stelle sei zunächst angemerkt, dass wir in erster Linie für den Erhalt des Parks in seiner jetzigen Struktur und hier insbesondere für die über Jahrzehnte gewachsene Flora und Fauna stehen. Damit einhergehend stehen wir auch für den Erhalt der Parkplätze, diese machen lediglich 1/5 der gesamten Fläche des Olivaer Platzes aus, auch wenn dies gerne anders dargestellt wird.


Es ist vollständig unverständlich, warum der dringend notwendige Parkplatz, der versteckt zwischen Bäumen und Büschen liegt, geschlossen werden muß, um den Park aufzuwerten. Der Olivaer Platz ist groß genug für alle Nutzergruppen, wenn die gärtnerische Anlage im Westen renoviert wird, die ungenutzten Flächen in der Mitte einbezogen werden und der jämmerliche Spielplatz (eine Kleinkinderrutsche, eine Holzhütte, eine Schaukelfigur, alter, schmutziger Sand) erweitert und verbessert wird.


Im Moment fehlen durch die Straßenbauarbeiten ca. 40 Stellplätze. Die Anwohnerstraßen im Umfeld sind jetzt schon völlig vollgestopft mit Fahrzeugen, die einen Parkplatz suchen. Später werden 130 Stellplätze fehlen. "Autos raus aus der Stadt" ist die Parole.  Und wenn es keine Parkplätze mehr gibt, werden die Autofahrer schon ganz von selbst verschwinden.

Dass man damit die Anwohner am meisten trifft, ist völlig unbedeutend für die Entscheider. Familien mit Kindern werden davon genauso betroffen sein, wie Alte, Kranke und Gewerbetreibende. Das Fahrrad ist nur innerhalb einiger Monate eine Alternative.


Im Umfeld gibt es fast ausschließlich Altbauten, die keine Tiefgarage haben. Zu den Neuzulassungen an PKW kommen hunderte Zuzüge durch Wohnungsneubau (auch Neubauten müssen in Berlin keinen Stellplatznachweis erbringen) und Carsharing-Fahrzeuge, die oft nur zusätzlich genutzt werden. Allein Drive-Now hat 900 Fahrzeuge im Innenstadtbereich...und das ist nur ein Anbieter unter vielen....